Archive for the ‘Glasgow’ Category

New Blog

Friday, September 23rd, 2005

Hi guys,

Ich bin gut angekommen in Glasgow, habe schon 2 anstrengende Tage hinter mir und jetzt diesen neuen Blog aufgesetzt und hoffe er ist grad so gut oder besser wie der alte .

Es geht mir gut, ich bin auf Wohnungssuche und muss dieses Wochende arbeiten.

Soviel als Start.

mehr spaeter.

Viele Gruesse an alle und ich werde euch vermissen.

Warum die Glaswegians die Haende nicht waschen, oder die haben ja keine Ahnung die Schotten!

Monday, October 20th, 2003

Dies mag ja ueberraschend toenen, wird aber niemanden erstaunen, der einmal in Glasgow, Schottland oder evtl. auch in England war.

Der Grund ist zwar vorderhand nicht so einfach zu finden aber nach einigen Tagen Nachforschung bin ich auf erste Erklaerungen gestossen. Zuerst ist mir aufgefallen, dass die Wasserhahnen sehr klein sind. Dies allein ist ja eigentlich kein Problem, man kann sich ja Zeit nehmen mit dem Haende waschen. Ich wollte also so ein Bruenneli mal testen und stellte auf Lauwarmes Wasser ein. Das ist nicht wirklich ein Problem. Man dreht den Kaltwasserhahn einmal und als naechstes den Heisswasserhahn einmal und schon hat man Warmwasser. Soweit die Theorie. In Realitaet hat man dann 2 Wasserstroeme, die etwa 30 – 40 Zentimeter auseinanderliegen, was es auch den Langfingern nicht erlaubt beide Waesserchen gleichzeitig zu trueben.

Also kommt die Qual der Wahl. Bin ich eher ein linker Typ und stehe auf Heisswasser oder ein rechter Typ der auf Kaltwasser steht. (Kein Glaswegian ist mit allen Wassern gewaschen).

1. Versuch Links:
Man nehme eine Hand und versuche sie zu benetzen. Das geht aber nicht, da der Wasserstrahl in nur 2 Centimeter Abstand vom Bruenneli herunterrinnt. Abhilfe schafft hier das Waschen der Hand Finger nach Finger. Das geht dann so. 1. Finger benetzen, Finger einseifen, Finger unter das jetzt 90-graedige Wasser stellen und mit der anderen Hand die Notfallnummer des lokalen Doktors waehlen wegen Verbrennungen 1.ten Grades. Heisswasser faellt also ausser Rang und Traktanden.

2. Versuch Rechts:

1. Finger benetzen, Finger einseifen, Finger unter das Wasser stellen. Geht alles, Macht man das jetzt mit allen 10 Fingern, so ist der erste Finger erfroren bis man beim 9ten angelangt ist. Ursache dafuer sind die Tueren und Fenster die recht grosszuegig geplant wurden.

Man kann also die Haende waschen, aber wer hat schon nicht lieber Dreck am Finger dafuer kriegt er beim Nasen poppeln keine Erkaeltung, als dass er staendig erfrorene Finger hat.

Ich persoenlich hab das Problem folgendermassen geloest. Ich mache am Morgen eine Krug Wasser, lasse ihn abkuehlen auf lauwarm und fuelle einen Thermoskrug damit, der mich dann auf alle WC’s und sonstwohin begleitet, auf dass das Klischee der sauberen Schweiz sich nicht im Dreck verliert.

Zu den Tueren oder wie man ein Haus baut komme ich ein andermal.

Hot Chicks in Glasgow

Friday, October 17th, 2003

Als erstes mal ein link zu einer Seite wo ihr schauen koennt was denn in Glasgow fuer Wetter herrscht.
Wetterseite Glasgow
also eigentlich hatte ich seit meiner Ankunft Glueck mit dem Wetter. Es war und ist mehrheitlich schoen und hat noch nie einen ganzen Tag geregnet. Gestern konnte man ueber den Mittag im Tshirt herumlaufen. Was mich gerade zum ersten abschweifendne Gedanken bringt.

Hot Chicks in Glasgow

Also die jungen und aelteren Frauen hier sind vor allem abends im Ausgang sehr heiss. Will heissen haben fast nix angezogen. Also vor allem um den Bauch herum haben sie irgendwie eine Heizung eingebaut. Etwa der Haelft nuetzt auch der Spaetpubertaere Bauchspeck. Kommt vielleich vom vielen Schottischen Fruehstueck, doch dazu spaeter oder frueher mehr. Waehrend normale Leute im Pullover und Jacke herumlaufen frieren die Girls also in Miniroecken und Tanktops herum. Und nein, damit habe ich nicht den Herrn mit dem kriegerischen Sonntagsanzug gemeint.

weiter im Tag. Heute hatte ich schon um 9Uhr Uebung. Was das fruehest moeglich ist, da man den Leuten hier Zeit geben muss ihren Rausch auszuschlafen. Z.B. nach dem Sport. Die Schotten haben das Apres-Ski weiterentwickelt zu einem Apres-Schwumm, Apres-Kajak, Apres-FreeClimb oder was man auch immer getrieben hat. Der Sport ist nicht so wichtig manchmal. Das Socializing im Pub nachher schon. Also um 9Uhr. sonst habe ich um 10, 11 oder auch erst um 12Uhr Vorlesung. Ganz Angenehm. Dann um 2 Uhr ging ich ins Beginner’s Swimming. Es gibt einen 18 Meter langen Pool mit 4 Bahnen gleich an der Uni. Und dort lerne ich jetzt Donnerstag oder Freitag Crawl Schwimmen. Der Trainer ist nett und es gibt noch ein paar ander Nichtschwimmer, vor allem aus Indien die es recht lustig haben.
um 3 Uhr hatte ich das erste Lab der Real-Time Systems Vorlesung. Da muss man waehrend der Uebung und beim Versuch das Programm zu schreiben alles in ein hartgebundenes Notizheft schreiben und das wird dann auch am Schluss bewertet. Aber an die Ueberwachung (siehe Kameras) hat man sich ziemlich schnell gewoehnt und es faellt eher auf wenn man an einem Ort keine Kameras sieht. Der Grund hinter diesem Notizbuch ist ja auch mehr dass man sich die Sache zuerst ueberlegt, aufschreibt, dokumentiert und dann erst mit dem Coden anfaengt. Ich lerne also endlich wie man richtig programmiert. Ist eigentlich ernst gemeint. Weiss nur noch nicht ob es klappt.

Seit 4 Uhr habe ich endlich Zugriff mit meinem Laptop auf das Netz hier. Wurde auch Zeit. Laeuft alles ueber Proxies und man muss sich nicht einloggen, dafuer muss man die MAC Adresse der Netzwerkkarten angeben und das Wireless ist verschluesselt. Und hier bin ich immer noch und schreibe … Das wars fuer heute.

Schottisches Angewoehnen

Thursday, September 25th, 2003

Fruehstueck gabs natuerlich. Ich weigerte mich in den ersten paar Tagen noch tapfer ein schottisches Fruehstuck zu verschlingen, und also gab es Toast mit Marmelade und dazu natuerlich Tee. Ich musste also wohl oder ueber Schwarztee trinken, zuerst noch mit Milch und viel Zucker, dann ohne Milch und am 2ten Tag schwarz, wie ihn echte Glaswegians trinken. Kann dem Schwarztee aber immer noch nicht viel abgewinnen und habe mittlerweile auch eine Palette richtigen Tee gefunden. (Nein kein Palett voll). Aber fast.

Die Wohnung von Andrew ist ziemlich ausserhalb, also etwa 5 Kilometer vom Stadtzentrum. Die sind wir dann froehlich gelaufen. Ich musste wohl oder uebel mitmarschieren als Andrew’s Daddy das Buendel schnuerte. Zuerst gings in die Bibliothek, wo es gratis Internet Zugang gibt. Dann gings zum George Square, wo ich Wohnungen suchen wollte.

Zum Essen ueber den Mittag ging es in den Horse Shoe, das Pub mit der laengsten Theke oder so. Dort kriegt man ein Bier oder Irn Bru (das Schottische Pendant zu Rivella, auch wenn es eher nach Red Bull schmeckt) und das 3Gang Menu kostet 3 Pfund und besteht aus einer feinen Suppe, Hauptgang aus Chips und Beigemuese wie einem Pie, Fisch, Fleisch oder so, und zum Nachtisch Jelly -( oder anderen Sachen :-) .

Am Nachmittag ging dann das Telephonier los nach potentiellen Wohnungsvermittlern, die entweder nicht zuhause waren, oder das Zimmer schon weg war oder Francis hiessen. Francis sagte er sei im Auto in einer Minute beim George Square. Und dort traf ich ihn dann auch. Es wartet noch ein anderer Student, Thibaud aus Frankreich auf ihn und zusammen mit Andrew’s Daddy gings zur Wohnung, die sich in der Renovation befand und also nicht sofort einzugsbereit. Kosten 260 Pfund im Monat. 3 Zimmerwohnung mit Geschirrspueler, Waschmaschine mit eingebautem Tumbler. 2 Kleine Zimmer und ein grosses Wohnzimmer.

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Und auf jeden Fall wohne ich jetzt in dieser Wohnung im kleineren der beiden kleinen Zimmer. Im groesseren wohnt Laura, eine Schottische Studentin, die Philosophie und Geschichte studiert an der anderen Uni und in einer Tapas Bar arbeitet.

Wie alles begann

Wednesday, September 24th, 2003

Abflug nach Glasgow mit Easy-Jet ueber London Luton. Keine Probleme, Abstuerze oder aehnlich Pannen. Ankunft in Glasgow um 4Uhr. Am Flughafen warten die freiwilligen Helfer irgend eines Komittees das sich um die internationalen Studenten hier kuemmert. Eintrag in Liste und sie organisieren ein Taxi fuer mich, das mich zur Wohnung von Andrew Garrold bringt, wo ich die ersten 2 Naechte unterkomme.Mit dem Taxifahrer hatte ich wirklich sehr Glueck, da ich ihn verstehen konnte. Normalerweise ist das der erste Schock in Glasgow, wenn man im Taxi sitzt und sich gegenseitig nicht versteht. Mein Taxifahrer fragte mich dann nach Zuerich und wie weit es nach Deutschland ist, weil Champions League Spiel von Celtic oder Rangers in Deutschland und direkte Flugtickets viel zu teuer.

Ich kenne Andrew nicht wirklich, also eigentlich ueberhaupt nicht. Haber aber seine Email Adresse von einer Kollegin bekommen und wurde herzlich empfangen und betreut. Hauptsaechlich von Andrew’s Vater einem Mann von imposanter Statur, der mich dann die naechsten 2 Tage rund um die Uhr betreut, begleitet, hilft die Wohnung zu finden etc.

Photo in Andrew’s Wohnung

Am ersten Abend gehts dann auch schon das erste Mal in den Ausgang. Treffpunkt ist eine provisorische Huette auf dem George Square, wo dann um 9 eine lange Schlange von Austauschstudenten steht und ins organisierte Pub zieht. Andrew’s Daddy brachte mich mit dem Bus an den George Square und wartete dort auf mich um 11, damit ich auch den Heimweg ohne Muehe wieder fand.

Zuhause gings ab ins Bett oder eher gesagt auf das Sofa in der guten Stube.