Archive for February, 2006

Fahrrad vs. Vierrad

Sunday, February 26th, 2006

Samstag morgen wars. Mein Velo verliert Luft und die Pumpe ist ständig dabei, eines der 4 geflickten Löcher muss undicht sein oder gibt es eventuell ein neues Loch. Auf den Strassen hat es auf jeden Fall immer noch saumässig viele Scherben. Die Bremsbeläge sind auch schon wieder ziemlich durch.

Die Steigung hinauf zur Glasgow University schaff ich noch mit letzter Kraft dann gehts die University Avenue hinunter. Doch irgendwie haben es nicht alle Motoristen gerafft, ja ja, dass man vor dem U-turn noch den U-blick einschalten könnte. Und so komm ich also hinunter geradelt wo so ein Auto aus der Parklücke kriechte ziemlich kurz vor mir. genau da ists passiert Ich denke noch dass ich den Tubel einfach einsparen lassen werde und biege nach rechts aus um ihm auszuweichen, (ps. wir fahren hier alle links auf der falschen Spur) Doch obengenannter Tubel fährt nicht noch vorne, sonder auch noch rechts und nimmt die Kurve und mich damit auf die Hörner. Ein sogenannter Prellbock. Auf jeden Fall lande ich glaub hab auf seine Windschutzscheibe und halb auf meinem Fahrrad. Wir parkieren unsere Fahrzeuge, schütteln die Hand und ich steig ein. Seine Tür auf der Fahrerseite ist ein bisschen gebeult :-) Und wissen wohl beide nicht so genau was jetzt passieren soll. Er ist Inder oder Pakistani, ich der Svizzero. Und zuerst wollen wir Adressen oder Tel Nummern austauschen, aber als dann klar ist dass kein grosser Schaden an Leib und Gut stattgefunden habe, ist sein Wunsch nach Austausch plötzlich nicht mehr so gross und mir ist das auch recht.

Nicht gerade clever, aber abgesehen von ein paar Schrammen und Prellungen am linken Bein ist mir nichts passiert. Mein Velo hat jetzt auch ein Achti im Vorderrad, aber das ist mir erst nachher aufgefallen, als es immer gebremst hat.

Poker

Sunday, February 26th, 2006

Dienstag Abend bin ich dann mit Sack und Pack am Abend nach Hause gegangen. Und fand mich in einer Spielhölle wieder. Poker war angesagt. David’s Freundind und ihr Schwester waren hier und hatten Chicken Pie gekocht. Der wahr sehr gut und das Pokerspielen lief auch erfreulich. Aber kurz vor 3 Uhr morgens entschieden wir dass nun bald Schluss sein müsse. Nur noch Scott und ich waren im Spiel und hätten uns den Jackpot teilen können, aber nein ich verspielte ihn und war statt 10 Pfund reicher 5e ärmer. Aber die Gewinnchancen sind einiges höher als beim Lotto spielen und der Einsatz hält sich auch noch in Grenzen.

Und so vergingen die Tage. Und die Masterarbeit ging auch nur langsam weiter, die macht mich sowieso nur sauer. Da gibts gar nichts zu gewinnen und nur zu verlieren. Habe mit dem Schreiben des Berichts begonnen, aber bin mit dem Programmieren noch nicht fertig. Wer weiss wie das noch kommen soll.

Irrungen und Wirrungen

Sunday, February 26th, 2006

Eine Woche bin ich jetzt schon fast wieder in Glasgow und das geht so:

Montag morgen mit dem Flieger ueber Amsterdam nach Glasgow geflogen, alles kein Problem. Gelandet und mit meiner Monstertasche durch den Zoll. Wie üblich hat es einen roten und einen grünen Eingang und wie immer gehe ich durch den grünen Durchgang. Aber wie Fieslinge stehen die Zollbeamten des HMC (Her Majesty Customs) oder so was halt eben im roten Eingang und schauen sich die Leute an die kommen und weil ich das gesehen habe, musste ich lächeln und habe mich damit wohl verdächtig gemacht.

Auf jeden Fall musste ich anmarschieren und den Pass zeigen. Und Fragen beantworten wo ich denn gewesen sei und was ich denn in Glasgow mache. Antwort in der Schweiz und ich wohne in Glasgow. Noch ein paar Fragen und dann werde ich wieder in die Selbständigkeit entlassen (ps. wusstet ihr, dass das Selbstständigkeit nach neuer Rechtschreibung ist??? ) Ich musste nicht mal meine SuperMegaTasche aufmachen. So geht das.

Pfunde hatte ich natuerlich auch keine und Geld auf der UK Nummer auch nicht. Schlüssel für meine Wohnung übrigens auch nicht weil David Schiffsurlaub hat und temporären Wohnsitz genommen hat. Also Automatengeld aufs Natel geladen und dann clever wie ich war bin ich nicht in den normalen Bus in die Stadt gestiegen, sondern in den Bus nach Paisley weil der hatte so ein Zeichen auf der Tafel, dass ich als U-Bahn Station missgedeutet habe und ich ja jetzt in der Nähe der U-Bahn wohne. Der Bus war auch einiges günstiger als normal und ich freute mich schon wie clever ich war bis ich mir die Sache nochmals durch den Kopf gehen liess. Paisley ist im Südwesten von Glasgow, weg von der Stadt und sicher nicht in der Nähe einer U-Bahn. Also wieder raus aus dem Bus und voller Scham zum richtigen geschlichen, Fahrt bezahlt und meinen Mitbewohnern ein Sms geschickt ich komme jetzt heim und wo sie denn stäken? (stecken würden) Natürlich beide nicht in Glasgow und würden auch erst relativ spät abends heimkommen. Es war 10.30 morgens. Unter den Brücken wars schon voll, also gings zur WG von Frances wo ich dann Unterschlupf und ein Bett gefunden habe.

Pinzetten radln oder warum Selbstheilung keine gute Sache ist

Saturday, February 4th, 2006

Es war morgen früh und ziemlich kalt. Ich war auf dem Weg ins CycleFit an der Uni. Das wuerde man wohl als Spinning bezeichnen in der Schweiz und hat nichts mit Webstüblern zu tun. Ich hatte (und habe) da noch nie mitgemacht hier. 8.15 fängt es an und ich wollte einen frühen Start in den Tag um nachher mit der Masterarbeit weiterzumachen und nicht im Bett liegenzubleiben.

Mit vollem Tempo Highburgh road hinunter und ueber die Kreuzung mit Byres Road. Wie gewohnt bei Rot. Dann machte es plötzlich Pfuus und andere Kratzgeräusche und die Luft war null komma nichts draussen. Vollbremsung eingelegt, die Angst war mir im Nacken da ich nicht wusste was mir geschah. Aber der schlaffe Reifen liess keine Interpreation offen. Ein Loch.

Ein paar Tage zuvor hatte ich ein Loch in Frances’s Velo geflickt, ich war also geübt. Und wusstet ihr, dass einem dazu geraten wird eine Pinzette zu benützten, um etwaige Scherbenreste aus dem Schlauch zu entfernen. Macht noch Sinn, da man sie entweder leicht übersehen kann, oder sich einfach die Fingerbeeren zerfurchen könnte.

Ich staunte jedoch nicht schlecht, also ich beim Stossen ein blechernes Geräsch hörte. Beim näher anschauen stiess ich auf eine Pinzette, die tief in meinem Rad steckte. Rausgenommen und eingepackt. Sie war ganz verbogen, hat es also nicht überlebt. Wie die Bienen beim Stechen.

Am nächsten Morgen beim flicken dann sah ich dass ich 2 Löcher hatte. Einmal rein und wieder raus. Flugs geflickt und den Schlauch aufgepumpt. Nur dass sich dieser nicht so einfach aufpumpen liess und ich ein 3tes Loch fand. Eine PanzerPinzette muss ich dazu sagen. Auch dieses geflickt und seitdem radle ich wieder fröhlich umher. Habe jetzt einen 4loch Schlauch am Hinterrad und bin zum geübten Schlauchflicker geworden.

Gambling

Tuesday, January 31st, 2006

Nachdem andere mir bekannte Verwandte erfolgreich Geld beim Lottospielen verlieren wollte ich es auch versuchen und habe bei den Euro Millions mitgespielt. Also eigentlich hat mich Scott gefragt ob ich auch ein Los wolle und so haben wir dann fuer 6 Pfund Lose gekauft aber leider nichts gewonnen.

Gestern Abend habe ich dann das erste Mal in meinem nicht allzufernen Leben Poker gespielt. Texas Hold’em mit 5 Pounds Einsatz. Nach 2 von 5 Leuten draussen war ich kurz chipleader und trug mich mit dem Gedanken zu gewinnen, aber daraus wurde dann doch nichts und in den fruehen Morgenstunden war ich draussen und konnte nicht mit 20 Pfunden beladen heimgehen ;-)
Es reizt mich ein bisschen mehr zu spielen, Es war lustig. Aber jedesmal dabei Geld zu verlieren, Besser als Lotto spielen immerhing, da sich dieses nur darauf beschraenkt einen Zettel auszufuellen, waehrend man beim Pokern immerhin zusammen spielt und Pizzas frisst.