Winterzeit
Letzten Sonntag nach dem Canoe Polo und und Ausgang durfte ich wieder einmal früh aufstehen. Mein erster Kajak Trip seit vor Weihnachten stand auf dem Programm. Es war schön und kalt am Morgen. Nur gerade 8 Leute trafen sich beim “Store” wo wir den Anhänger beluden, ins Auto sassen und abfahren wollten. Aber Pannen wie gehabt. Der Minibus wollte nicht anspringen. Dafür sprangen wir zum Sainsbury einkaufen und die Batterie wurde überbrückt oder so. Bin kein Automobilist.
Tucker tucker gings in den Süden Richtung England zum River Nith. Den ich schon einmal befahren hatte und dannzumal in den ersten 2 rapids jämmerlich abgesoffen bin. Unterwegs hatte es Schnee am Strassenrand, beim Fluss selber aber nicht mehr. Niemand wollte so recht ins Wasser da es kalt und sehr windig war. Trotzdem zogen wir unsere Wetsuits und andere Sachen an und nun musste nur noch der Minibus ans Ende des Flusses gefahren werden und Dougie (der Fahrer) musste dann den Weg zu uns wieder finden. Entweder die 7 Meilen laufen oder Autostop. Wir warteten hinter dem WC im Windschatten und hofften dass das Autostoppen klappen würde. Beim Paddeln hat man nicht nur einen Wetsuit an, sonder auch so Neopren-Socken oder Schuhe. Und Dougie’s Socken hatten Löcher an der Sohle und er hätte genauso gut barfuss auf Schnee laufen können. Hmm. Angenehm.
Während wir warteten schien teilweise die Sonne und wir sahen blauen Himmel. Teilweise schneite es in leichten Flocken und immer wehte ein scharfer kalter Wind. Garstig.
Endlich war unser Fahrer wieder da, wir gingen zu den Booten, nur um herauszufinden, dass Dougie sein Spraydeck im Minibus gelassen hatte.
. Wir mussten lachen und Dougie musste wohl oder über den Weg nochmals unter die Füsse nehmen. Aber diesmal warteten wir nicht mehr sonder fingen zu paddeln an. Nach der ersten heil überstandenen Stromschnelle wollte ich mir schon gratulieren, aber bei der zweiten fiel dieser Plan ins Wasser und ich mit ihm. Ich versuchte die Eskimo Rolle, aber irgendwie ist es im warmen Swimming Pool einfacher als im 4 oder so grädigen Wasser. Ein Wunder dass wir keine Eisberge sahen.
Das war das erste Mal dass ich richtig kalt hatte beim Kajakken. Nur Minuten später zeigte uns dann Greg wie man es richtig macht, indem er nach seinem Kentern das Paddel verlor und ohne Paddel rollte. Eine sogenannte hand-roll die natürlich viel schwieriger ist, weil man den Hebelarm und die grössere Auflagefläche des Paddels nicht hat.
Und es war erst Greg’s 2te Rolle auf dem Fluss. Da staunten wir alle und fuhren weiter. Ich fiel noch ein 2tes Mal ins Wasser und musste dann auch mit Fiona und Kerstin vor der Schlucht aussteigen und zu Fuss zum Auto zurück. Bugger.
Richtig kalte wurde es jedoch erst nachdem ich die windsicheren Wet und anderen Suits mit meinen normal Kleidern vertauscht hatte und die Minibustüre nicht richtig schloss und ich fror den ganzen Weg zurück.
Früher war das alles noch anders. Da hatte ich immer warm. Globale Erwärmung und so.