Wednesday Pub
Pub war nicht schottisch. Kein schottisches Bier, dafuer Miller und
1664. Aber egal.
Traf Vincent vom Kajak Club, und dann Mikke aus Schweden mit seiner
Freundin Helen von hier. Sie haben erst kuerzlich ein Flat gekauft und
er ist nicht der einzige der ein Flat gekauft hat. Das muss irgendwie
billiger sein als in der Schweiz, oder wieviele Studenten kennt ihr, die
eine eigene Wohnung besitzen?
Einige interessante Facts ueber Schottland und Glasgow.
FAQ:
Q: Warum hat es fast keine Velofahrer in Glasgow, obwohl es recht
viele Velospuren gibt?
A: Weil die Velostreifen mit den Bussen und Taxen geteilt werden und die
sind so ruecksichtslos und fahren die Velofahrer ueber den Haufen. Es
ist also viel sicherer fuer die Velofahrer die Strasse mit den Autos zu
teilen als auf den extra Velostreifen zu fahren. Und die Autos fahren
auch wild. Es ist also einfach zu gefaehrlich. Ich muss mir nochmals
ueberlegen ob ich mir wirklich ein Fahrrad zutun will.
Vielleicht kriege ich einen Schlafsack fuer das Wochenende! Mikke schaut
mal ob er noch einen hat zuhause. Und vielleicht kriege ich ein Telefon
in der Wohnung. Sollte etwa um 10 Pfund im Monat kosten. (Line Rental)
Schottland hat etwa 6 Millionen Einwohner und ca 70, oder sind es sogar
90 Prozent leben in einem schmalen Guertel zwischen den beiden
Grossstaedten Glasgow und Edinburgh. In den Highlands leben nur Schafe
und ein paar verirrte Schotten.
Edinburgh ist viel touristischer als Glasgow, kleiner, hat verwirrende
Strassen und ist sauberer. Glasgow hingegen war einmal die zweitgroesste
Stadt im UK mit 1.25 Millionen Einwohnern. Als die Shipping Industry
noch hoch im Kurs stand. Jetzt sind es noch etwa 6 bis 700’000
Einwohner. Die Stadt ist ziemlich grossflaechig und besteht nicht nur
aus einem Zentrum wie Edinburgh, sondern aus vielen verschiedenen
Stadtteilen die alle ihren eigenen Charakter haben. Es gibt alles in
Glasgow, man muss es einfach zuerst finden.
Pubs soll es zwischen 400 und 600 geben. Man koennte also gut jeden Tag
in ein anderes Pub gehen ein Jahr lang und hat noch lange nicht alle
gesehen.
In den Bussen gibt es ein Rauchverbot, aber niemand kuemmert sich darum.
Also in meiner Zeit hier haben sicher schon 6 Leute im Bus geraucht und
in meiner ganzen Bus Laufbahn in der Schweiz hat erst einmal jemand
geraucht und das war ein Betrunkener in einem Nachtbus. Hier gehen die
Leute nach hinten im Bus und zuenden sich dann heimlich eine Zigarette
an und rauchen die. Und es faengt an duftig zu riechen im Bus. Das
komische ist dass sich anscheinend niemand der schottischen Mitfahrer
darum kuemmert. Vielleicht wollen ja alle Rauchen und sind froh
wenigstens passive zu ihrem Nikotin zu kommen. Und ich getraue mich noch
nicht etwas zu sagen mit meinem Englisch und meinem rudimentaeren
Kenntnissen der Sitten hier.
Schmutzig ist die Stadt auch, weil die Leute einfach alles auf die
Strasse werfen, oder ins Gebuesch, aber nicht unbedingt in die
Abfalleimer. Bei meiner morgendlichen Busstation sieht es aus als waere
man auf einer illegalen Muelldeponie. Sieht nicht nur so aus, ist
wahrscheinlich auch so. Die Leute scheint es einfach nicht zu kuemmern.
Gestern war ich in einem Tutorial der Vorlesung Embedded System Design.
Da mussten dann alle Studenten Fragen stellen die der Prof beantwortete.
Ich hoerte also die meisten meiner Mitstudenten, oder Kommilitonen wie
man so schoen sagen kann, zum ersten Mal sprechen und war ein bisschen
schockiert. Ich verstand fast nichts, und der einte hatte ein
komischeres Englisch (Schottisch) als der andere.
Es ist auch ziemlich schwierig mit den Schotten ins Gespraech oder in
Kontakt zu kommen. Zum einten weil man sich nicht so gut versteht am
Amfang. Und die Schotten haben haeufig ein bisschen ein
Kleinstadt-Mentalitaet und sind haeufig auch noch nie weit von ihrer
Haustuer weg gewesen, geschweige denn im Ausland. Sie wissen also nichts
von den Sorgen die man hat als Nicht-Muttersprache-Sprechender. Und
passen also ihre Sprache nicht an und es interessiert sie evtl. auch gar
nicht, weil sie einfach nicht so viel kennen ausser Pub und Fussball und
Rugby.
Nett und gastfreundlich sind sie hingegen schon.
Soviel fuer heute morgen.