Archive for October, 2003

Kajak Wochenende in Lossiemouth 24. - 26. Oktober 2003

Monday, October 27th, 2003

Und einzeln der Reihe nach.

Treffen um 5Uhr am Freitagabend. Ich schwänze die Übungstunde um rechtzeitig dort zu sein und vorher noch ein paar Bier zu kaufen und etwas zum Essen.

Langsam trudeln alle ein, der Anhänger wird mit den etwa 20 Kajaks beladen. Grosse Diskussion ob wir mit 2 Minibussen gehen oder die Leute in einen quetschen und dafuer noch ein Auto nehmen. Nur ein Minibus schlussendlich. Gefüllt mit 17 Leuten gehts los etwa um 7. Erster Halt nach 500 Metern ist bei einem Chip-Shop.

Dort verpflegen sich die meisten mit den fettigen Chips und noch fettigeren Würsten und was auch immer. Neil nimmt eine deep fried pizza. Also eine Pizza die frittiert wurde und nicht im Ofen gebacken. Yummi.

habe gerade zum Schweizer Tastatur Layout gewechselt, kann jetzt endlich äöüs schreiben, dafür gibts eventuell ab und yu ein y am falschen Ort ;-)

Chipshop:

in diesen Läden kriegt man alles frittiert. Angefangen bei den Chips
natürlich dann Würste Kartoffeln Pizzen Haggis und in manchen gibt es
sogar deep fried mars bars. Muss lecker sein.

deep fried haggis habe ich ausprobiert, ist aber nicht zu vergleichen
mit richtigem haggis. Haggis ist so ein Schafsmagen, wo sie das feinste
vom Schaf reinschaufeln und dann kochen. Ist noch lecker wenn man sich
keine Gedanken daruüber macht.

Auf dem Weg nach Lossimouth hatte es Schnee am Strassenrand an manchen
Stellen. Aber in Lossie selber nicht mehr. Im Bus wurde gebechert und
dementsprechend standen die Zelte am nächsten Morgen auch ziemlich
schief da. Aber nach dem Aufstellen ging es zuerst noch nach Lossie
Beach wo es eine kleine “Höhle” gibt.

Am nächsten Morgen (Samstag) war es kalt und regnerisch, dafür gab es
verkohlten Bacon und Würstchen die den Namen nicht verdienen. Der Kajak
Trip auf dem Fluss wurde abgesagt nachdem der Bus den Geist aufgegeben
hatte und so gingen die Mutigen ans Meer zum Surfen mit dem Kajak. Wenn
man es kann, kann mann da auch auf den Wellen reiten und so. Sieht noch
gut aus, aber sehr kalt und salzig. Am Abend ging es in die Stadt zu
verschiedenen Take Aways. Gegessen wurde im Minibus der unterdessen
repariert worden war. Also haben wirklich keine grosse Esskultur. Na ja.
Und beim Chinesen kriegte man zwar riesige Portionen, aber weder Messer,
Gabel noch Löffel. Nach Stäbchen haben wir nicht gefragt.

Am Nachmittag hatten wir schon Treibgut gesammelt am Strand für das
Bonfire. Wie auch immer das heisst in gut Deutsch. Die Leute die auf
diesen Trip kamen waren so zwischen 17 und vielleicht 35. Ein grosser
Teil noch nicht 21 (Die Studenten), da fühle ich mich manchmal ein
bisschen alt, und dann die ehemaligen die fertig sind mit studieren und
arbeiten und die eher in meinem Alter sind.

Nach Mitternacht ging es vom Pub zum Cave wo es richtig gemütlich war
rund ums Lagerfeuer. (Ah, das ist das Wort). Um 3 Uhr morgens gingen
dann noch 5 crazy boys schwimmen im wasser. skinnydipping nennt man das
hier.

Der nächste Morgen kam viel zu früh und eigentlich hatte niemand so
richtig Lust auf Kajak fahren. Pläne für einen Sightseeing Trip wurden
geschmiedet, aber dann wieder fallengelassen. Und zum Glück gingen wir
dann doch noch paddeln auf dem Finthorne. Nur etwa 8 - 10 von uns. Ich
ging und es war einfach fantastisch. Ein bisschen schwieriger als das
Wochende zuvor, aber ich konnte auch schon ein bisschen besser paddeln.
Es hatte auch mehr Wasser, was es eigentlich einfacher macht, da es dann
nicht soviele Steine im Weg hat. Am Schluss hatte es dann ziemlich
grosse Stromschnellen aber alles ging gut. Die Nichtpaddler hatten
unterdessen Suppe gemacht und es gab Sandwiches und Tee. So steigt man
gerne aus dem Fluss.

Dieses Wochende gibt es keinen Trip, weil es irgendwie keinen Bus gibt.
Dafür gibt es evtl. nächstes Wochende 2 Trips.

Studenten in der Ferne

Monday, October 27th, 2003

ist mir gerade kein besserer Titel eingefallen.

Aber euch werden sicher folgende Links gefallen. Muss eine wilde Party gewesen sein ;-)

http://cgi.ethz.ch/~meisserl/weblog/

und Blog von Basile, der mit mir in Glasgow studiert.
http://cgi.ethz.ch/~maireb/gb2/

Glasgow rollt und Raphy ist auch ein Schiff

Monday, October 27th, 2003

Das Wochenende ist vorbei, ich bin noch ein bisschen groggy, weiss nicht so genau warum. Zuviel schlechtes essen, zuviel getrunken, zuwenig Kajak gefahren und viel zuwenig geschlafen.

Und eigentlikch haette ich jetzt Vorlesung, aber die ist ausgefallen und ich haette also ein bisschen laenger schlafen koennen.

Aber ich schweife ab vom Thema. Wie wohl die wenigsten wissen habe ich ein langes Skateboard von Andrej bekommen und das auch mitgenommen. Am Freitag habe ich zum ersten Mal mein Longboard unter die Fuesse geschnallt und bin losgefahren. Immer schoen zuerst rechts schauen und dann links wenn man eine Strasse ueberquert. Bin auf dem Trottoir gefahren, welche lustigerweise aus Beton bestehen. Betonplatten maessig oder eher wohl einfach so: Man nehme einen Betonmischer und etwas Untergrund, schmiere den Beton drauf und fertig ist das Sofort-Trottoir.

Das Fahren war ein bisschen anstrengend weil ich noch nicht Gas geben kann und keine Schoner anhatte und dafuer den Laptop im Rucksack. Und so bin ich dann auch auf halbem Weg zur Uni wieder in den Bus gestiegen. Wird aber eine Alternative zu Taxis sein.

Gruesse vom Eskimo

Friday, October 24th, 2003

Gestern war ich im Kajak Training und habe die Eskimo-Rolle probiert. Und ich konnte sie gleich beim ersten Mal und dann auch noch 10 mal mehr. Hurra. Das tat gut, nachdem ich vor 2 Jahren im Sommer bei einem Kurs an der ETH es nie geschafft habe. Muss ein schlechter Kurs gewesen sein. :-)

Schon bald gehts ab in den Norden ans Kajak Wochenende. 6 Stunden Fahrt mit dem Minibus zu einem Ort der so aehnlich wie Lossimoch oder Lossimoth heisst. Am Samstag Fahren auf dem Fluss und am Sonntag Kajak Surfing im Meer falls es genuegend grosse Wellen oder so hat.

Dazwischen bleiben wir auch nicht auf dem Trockenen sitzen.

Hoffe dass jemand mit der Digicam Photos macht. Werde sie dann naechste Woche aufs Web stellen.

Nota Bene

Thursday, October 23rd, 2003

genau, und zwar:

dtrs 5.5
ti 5.25

compiler 5.5
componentix 4.25

arbeitsphysio 4
gafu 4.75

seminar 5.25
semesterarbeit 5.5

Vom Regen in die Traufe 23. Oktober 2003

Thursday, October 23rd, 2003

bin ich heute morgen gekommen. Nach dem Ausgang noch ein bisschen Muede bin ich ins Schwimmtraining gegangen. Das war nass aber gut, weil ich der einzige war und so den Trainer ganz fuer mich hatte.

Die Traufe kam nachher als ich zusammen mit Giulio und Roberto vor der Vorlesungszimmer wartete. Und dann nach ein paar Minuten warten und keine Studenten und kein Professore erinnerten wir uns ploetzlich dass der Professor uns ja gestern gesagt hat, dass heute keine Vorlesung ist. Einfach nicht weitererzaehlen.

Gestern im Pub habe ich auch Rasmus den Daenen wieder getroffen. Der hat dann fuer den Nachschub an Vodka Redbull gesorgt. Krug um Krug. Aber irgendwie nicht so stark. Dafuer billig.

Die Kinos sind hier uebrigens auch viell billiger als in der Schweiz. 5 Pfund fuer Normalsterbliche und 3 Pfund fuer Studis. Das toent doch ganz ok.

Wednesday Pub

Thursday, October 23rd, 2003

Pub war nicht schottisch. Kein schottisches Bier, dafuer Miller und
1664. Aber egal.

Traf Vincent vom Kajak Club, und dann Mikke aus Schweden mit seiner
Freundin Helen von hier. Sie haben erst kuerzlich ein Flat gekauft und
er ist nicht der einzige der ein Flat gekauft hat. Das muss irgendwie
billiger sein als in der Schweiz, oder wieviele Studenten kennt ihr, die
eine eigene Wohnung besitzen?

Einige interessante Facts ueber Schottland und Glasgow.

FAQ:

Q: Warum hat es fast keine Velofahrer in Glasgow, obwohl es recht
viele Velospuren gibt?

A: Weil die Velostreifen mit den Bussen und Taxen geteilt werden und die
sind so ruecksichtslos und fahren die Velofahrer ueber den Haufen. Es
ist also viel sicherer fuer die Velofahrer die Strasse mit den Autos zu
teilen als auf den extra Velostreifen zu fahren. Und die Autos fahren
auch wild. Es ist also einfach zu gefaehrlich. Ich muss mir nochmals
ueberlegen ob ich mir wirklich ein Fahrrad zutun will.

Vielleicht kriege ich einen Schlafsack fuer das Wochenende! Mikke schaut
mal ob er noch einen hat zuhause. Und vielleicht kriege ich ein Telefon
in der Wohnung. Sollte etwa um 10 Pfund im Monat kosten. (Line Rental)

Schottland hat etwa 6 Millionen Einwohner und ca 70, oder sind es sogar
90 Prozent leben in einem schmalen Guertel zwischen den beiden
Grossstaedten Glasgow und Edinburgh. In den Highlands leben nur Schafe
und ein paar verirrte Schotten.

Edinburgh ist viel touristischer als Glasgow, kleiner, hat verwirrende
Strassen und ist sauberer. Glasgow hingegen war einmal die zweitgroesste
Stadt im UK mit 1.25 Millionen Einwohnern. Als die Shipping Industry
noch hoch im Kurs stand. Jetzt sind es noch etwa 6 bis 700′000
Einwohner. Die Stadt ist ziemlich grossflaechig und besteht nicht nur
aus einem Zentrum wie Edinburgh, sondern aus vielen verschiedenen
Stadtteilen die alle ihren eigenen Charakter haben. Es gibt alles in
Glasgow, man muss es einfach zuerst finden.

Pubs soll es zwischen 400 und 600 geben. Man koennte also gut jeden Tag
in ein anderes Pub gehen ein Jahr lang und hat noch lange nicht alle
gesehen.

In den Bussen gibt es ein Rauchverbot, aber niemand kuemmert sich darum.
Also in meiner Zeit hier haben sicher schon 6 Leute im Bus geraucht und
in meiner ganzen Bus Laufbahn in der Schweiz hat erst einmal jemand
geraucht und das war ein Betrunkener in einem Nachtbus. Hier gehen die
Leute nach hinten im Bus und zuenden sich dann heimlich eine Zigarette
an und rauchen die. Und es faengt an duftig zu riechen im Bus. Das
komische ist dass sich anscheinend niemand der schottischen Mitfahrer
darum kuemmert. Vielleicht wollen ja alle Rauchen und sind froh
wenigstens passive zu ihrem Nikotin zu kommen. Und ich getraue mich noch
nicht etwas zu sagen mit meinem Englisch und meinem rudimentaeren
Kenntnissen der Sitten hier.

Schmutzig ist die Stadt auch, weil die Leute einfach alles auf die
Strasse werfen, oder ins Gebuesch, aber nicht unbedingt in die
Abfalleimer. Bei meiner morgendlichen Busstation sieht es aus als waere
man auf einer illegalen Muelldeponie. Sieht nicht nur so aus, ist
wahrscheinlich auch so. Die Leute scheint es einfach nicht zu kuemmern.

Gestern war ich in einem Tutorial der Vorlesung Embedded System Design.
Da mussten dann alle Studenten Fragen stellen die der Prof beantwortete.
Ich hoerte also die meisten meiner Mitstudenten, oder Kommilitonen wie
man so schoen sagen kann, zum ersten Mal sprechen und war ein bisschen
schockiert. Ich verstand fast nichts, und der einte hatte ein
komischeres Englisch (Schottisch) als der andere.

Es ist auch ziemlich schwierig mit den Schotten ins Gespraech oder in
Kontakt zu kommen. Zum einten weil man sich nicht so gut versteht am
Amfang. Und die Schotten haben haeufig ein bisschen ein
Kleinstadt-Mentalitaet und sind haeufig auch noch nie weit von ihrer
Haustuer weg gewesen, geschweige denn im Ausland. Sie wissen also nichts
von den Sorgen die man hat als Nicht-Muttersprache-Sprechender. Und
passen also ihre Sprache nicht an und es interessiert sie evtl. auch gar
nicht, weil sie einfach nicht so viel kennen ausser Pub und Fussball und
Rugby.

Nett und gastfreundlich sind sie hingegen schon.

Soviel fuer heute morgen.

Gute und schlechte Zeiten

Wednesday, October 22nd, 2003

Gestern war ich in einer guten und einer schlechten Vorlesung.

Die schlecht zuerst: Software Evaluation.
https://www.cis.strath.ac.uk/teaching/ug/classes/52.429/

Da musste man zuerst 2 Buecher kaufen, eines fuer 50 Pfund, das andere fuer 25 Pfund. Und fallen die ersten 2 Vorlesungen aus und der Professer der kommt ist ein Zombie. Will heissen ein living dead und gehoert ins Altersheim. So wie ich gehoert habe ist er eigentlich schon im Ruhestand und und wurde nur wieder angestellt weil man keinen anderen Professor gefunden hat.,

Waehrend ich das schreibe ist eigentlich Vorlesung bei ihm, aber nach der gestrigen Vorlesung hatte ich genug evaluiert fuer diese Woche.

Man merkt ihm an, dass es ihn eigentlich einen Scheiss interessiert. Also an der Materie hat er schon Interesse, aber nicht an uns. Er plaudert mit der Wandtafel. Schreibt die Notizen von der Folie auf dem Hellraumprojektor ab an die Wandtafel und murmelt vor sich hin. Er spricht so leise dass man ihn nicht versteht und verschluckt noch dazu das meiste. Hinzu kommt dass gleich obenan pausenlos gebohrt wird (Haus wird renoviert). Lustig lustig. Gestern hat er dann eine Stunde lang 2 Kurven an die Tafel gemalt und irgendwelche Gleichungen aus dem Skript abgeschrieben die voellig irrelevant sind. Sind sie natuerlich nicht, aber man kann einfach einsetzen.

Die gute Vorlesung ist Embedded Systems Design.
https://www.cis.strath.ac.uk/~dunc/teaching/esd/index.html

der Professor Duncan Smeed ist der heimlich Held dieses Departments. Scheint auf jeden Fall mit seiner Art ein paar Anhaenger gewonnen zu haben. Er macht lustige Vorlesungen, wo er sich auch lustig macht ueber Windows und Co. Aber berechtigterweise lustig. (Na ja, ist meistens berechtigt).

Einmal hat er Furby mitgebracht, so ein Tier das sprechen und Bewegungen machen kann. Dann hat er letzt Vorlesung eine Keynote vom AMD CTO zerzaust und auseinandergenommen und hat so eine erfrischen nicht professorale Sprache. Will heissen braucht hin und wider fucking oder bullshit oder so um die Wahrheit rauszulassen ueber Sachen die er nicht so lustig findet. Ist auf jeden Fall immer ein Ereignis seine Vorlesungen.

hat auch ein Blog
http://www.smeed.org/

auf das er dann auch Bezug nimmt. Dort ist auch Webers Keynote zu finden.

Diese Vorlesung ist die einzige wo ich im Fruehling geprueft werde. Alle anderen Pruefungen sind dann im Sommer, also Mai oder Juni oder so.

Die Post nervt

Wednesday, October 22nd, 2003

also nicht die Post hier in Schottland, die ist ok. Briefkaesten gibt es keine hier, dafuer hat jede Wohnungstuer ein Loch wo der Brieftraeger die Briefe reinschmeisst. Und wenn er ein Paket hat, so ruettelt er an der Tuer, dann macht man auf und kriegt es. Es gibt keine Klingeln im Haus, nur ausserhalb dem Haus.

Das Haus ist immer abgeschlossen und die Brieftraeger die haben keine Schluessel zu den Hauesern, aber man kann irgendwie die Haustuere so mit einem Zeitschalter versehen, dass sie am Morgen wenn der Poestler kommt offen ist. Andere Variante ist, der Poestler klingelt ueberall bis jemand aufmacht und dann ist er drin. Ich moechte kein Poestler sein in einem Hochhaus mit 25 Stoecken wie es hier viele gibt. Muss man viel zu viel Treppen laufen.

Aber fertig abgeschweift. Die Post ist scheisse weil sie es nicht im Griff hat mit dem Yellow Net. Ich wuerde gerne eine Zahlung machen oder ganz einfach wissen wieviel Geld ich noch auf meinem Konto habe, aber mein Passwort geht nicht mehr. Ja ja, ich habe es vorher geaendert und war nicht mehr sicher welches es wahr. Nach 3 mal probieren ist der Account gesperrt. Also rufe ich an, die liebe Frau am Telephon fragt ob ich mein Passwort wieder weiss, ich weiss es eigentlich schon und sage ja und sie entsperrt den Account wieder.

Neuer Versuch. Gebe ich das vermeintlich richtig Passwort ein, komme ich zur Streichliste, die wird aber nicht akzeptiert. Gebe ich ein falsches Passwort ein heisst es sofort Ihre Eingabe ist falsch. Also nochmals anrufen und sie schickt ein neues Passwort an meine Adresse, aber natuerlich nicht in Glasgow, das muesste ich zuerst schriftlich anmelden, sondern in Zuerich, was auch ok ist.

Ich kriege also das neue Passwort und probiere es und es geht wieder nicht und sagt mir nur dass mein Account gesperrt ist.

Nerv Nerv Nerv.

Vielleicht sollte ich es ja mal mit einem anderen Browser probieren.

Warum die Glaswegians die Haende nicht waschen, oder die haben ja keine Ahnung die Schotten!

Monday, October 20th, 2003

Dies mag ja ueberraschend toenen, wird aber niemanden erstaunen, der einmal in Glasgow, Schottland oder evtl. auch in England war.

Der Grund ist zwar vorderhand nicht so einfach zu finden aber nach einigen Tagen Nachforschung bin ich auf erste Erklaerungen gestossen. Zuerst ist mir aufgefallen, dass die Wasserhahnen sehr klein sind. Dies allein ist ja eigentlich kein Problem, man kann sich ja Zeit nehmen mit dem Haende waschen. Ich wollte also so ein Bruenneli mal testen und stellte auf Lauwarmes Wasser ein. Das ist nicht wirklich ein Problem. Man dreht den Kaltwasserhahn einmal und als naechstes den Heisswasserhahn einmal und schon hat man Warmwasser. Soweit die Theorie. In Realitaet hat man dann 2 Wasserstroeme, die etwa 30 - 40 Zentimeter auseinanderliegen, was es auch den Langfingern nicht erlaubt beide Waesserchen gleichzeitig zu trueben.

Also kommt die Qual der Wahl. Bin ich eher ein linker Typ und stehe auf Heisswasser oder ein rechter Typ der auf Kaltwasser steht. (Kein Glaswegian ist mit allen Wassern gewaschen).

1. Versuch Links:
Man nehme eine Hand und versuche sie zu benetzen. Das geht aber nicht, da der Wasserstrahl in nur 2 Centimeter Abstand vom Bruenneli herunterrinnt. Abhilfe schafft hier das Waschen der Hand Finger nach Finger. Das geht dann so. 1. Finger benetzen, Finger einseifen, Finger unter das jetzt 90-graedige Wasser stellen und mit der anderen Hand die Notfallnummer des lokalen Doktors waehlen wegen Verbrennungen 1.ten Grades. Heisswasser faellt also ausser Rang und Traktanden.

2. Versuch Rechts:

1. Finger benetzen, Finger einseifen, Finger unter das Wasser stellen. Geht alles, Macht man das jetzt mit allen 10 Fingern, so ist der erste Finger erfroren bis man beim 9ten angelangt ist. Ursache dafuer sind die Tueren und Fenster die recht grosszuegig geplant wurden.

Man kann also die Haende waschen, aber wer hat schon nicht lieber Dreck am Finger dafuer kriegt er beim Nasen poppeln keine Erkaeltung, als dass er staendig erfrorene Finger hat.

Ich persoenlich hab das Problem folgendermassen geloest. Ich mache am Morgen eine Krug Wasser, lasse ihn abkuehlen auf lauwarm und fuelle einen Thermoskrug damit, der mich dann auf alle WC’s und sonstwohin begleitet, auf dass das Klischee der sauberen Schweiz sich nicht im Dreck verliert.

Zu den Tueren oder wie man ein Haus baut komme ich ein andermal.